Berliner Testament

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Berliner Testament

Hier erhalten Ehepaare Tipps zum Berliner Testament.Ein gemeinschaftliches Dokument, auch "Berliner Testament" genannt, kann wegen der wechselbezüglichen Verfügungen nur einvernehmlich von beiden geändert oder aufgehoben werden.
Es ist auch ein einseitiger Widerruf möglich. Dieser bedarf notariell beurkundeter Form und wird nur mit förmlicher Zustellung beim Anderen rechtswirksam. Ein Widerruf sollte gut bedacht und muss dem Anderen zur Kenntnis gebracht sein, damit dieser weiß, woran er künftig ist
. Übrigens, ein gemeinschaftlicher letzter Wille wird ungültig mit Scheidung der Ehe bzw. Aufhebung der Lebenspartnerschaft.

Was bedeutet ein Berliner Testament für die gemeinsamen Kinder?

Die gemeinsamen Kinder des Ehepaares sind nach dem Tod des überlebenden Ehegatten entweder Nach­- oder Schlusserben. So verhindert ein Berliner Testament, dass nach dem eigenen Ableben der länger lebende Ehepartner die eigenen Kinder benachteiligt – zum Beispiel aufgrund einer Wiederverheiratung und weiterer Kinder mit dem neuen Ehepartner. Zur Absicherung durch die Weitervererbung an die Kinder kann man Folgendes anordnen: Voll­- und Schlusserbfolge (freies und unbeschränktes Verfügen) oder Nacherbfolge (eingeschränkte Verfügungsgewalt des Ehepartners).

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Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an das Institut für Erbrecht

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Gut zu wissen!

Beim Berliner Testament erben die Kinder erst, wenn beide Eltern verstorben sind. Manchmal jedoch fordern Kinder nach dem Tod des ersten Elternteils ihren Pflichtteil ein. Dies kann mit einer "Pflichtteilsstrafklausel" verhindert werden. Sie besagt, dass Kinder, die nach dem Tod des ersten Elternteils ihren Pflichtteil verlangen, auch nach dem Tod des zweiten Elternteils nur den Pflichtteil bekommen.

Ihre Ansprechpartnerin
Dr. Daniela Späth
Dr. Daniela Späth

SOS-Kinderdorf e.V.
Leiterin Nachlass und Vermögensübertragungen

Renatastraße 77
80639 München
Telefon 089 12606-123
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